Sonntag, 6. Juni 2010
Britification
Ich meine zu zerfließen. Die Hitze ist, auch in der Nacht, nach langen Wanderungen über den Campus, fast unerträglich und außerdem untragbar, denn ich musste mit Schrecken feststellen, dass sich in meinem Kleiderschrank keine kurzen Hosen befinden. Andererseits sehe ich anhand meines Teints gemessen wie der totale Twilight Fan aus und ich präferiere es ohnehin meine Kleider mit Strumpfhosen zu kombinieren. Ich liebe den ganzen wannabe-Indie Strumpfhosen Look. Wahrscheinlich marschieren meine geliebten blickdichten/gemusterten Modelle schon längst wieder aus der aktuellen Modewelt hinaus, aber ich finde sie nach wie vor ganz hinreißend.
Erst kürzlich habe ich die Themenkombination Kleidung-Psychologie auserwählt, um darüber einen gefühlten 17 Milliarden Wort Aufsatz zu verfassen. Zwischenzeitlich habe ich die Wahl ziemlich bereut, da das Thema eine in Wikipedia vollkommen unzureichend diskutierte Angelegenheit ist, wie ich meine. Ich bete, dass das ganze dennoch gelungen ist. Auf Englisch, by the way, da ich mich in UK weiterbilde, was very inspiring indeed ist.

Vielleicht liegt es daran, dass Londons herrlichste Einkaufsstraßen ganz in der Nähe sind, aber selbst einem Hetero lässt es beim Anblick seiner Geschlechtsgenossen Schmetterlinge durch den Körper schwirren.
Entzückt schlägt das Herz eines deutschen Mädchens, wenn sie zum ersten Mal das Englische Einkaufszentrum betritt. Selbst H&M hat hier eine Auswahl, die auf einer ganz anderen Ebene stattfindet, sehr bellissima.
Alles hier ist blumiger, vintage, klassisch-unschuldig und dirty- so wie wenn jemand auf französisch flucht. Man kriegt Wodka Shots aus niedlichen Backsteinhausvorgärten serviert und zu viel nackte Haut wird durch a posh accent kaschiert. Die Kerle tragen gemusterte Strickpullover, Hautenge Jeans und spitz zulaufende, sehr smarte Schuhe, wobei sie absolut yummy, funky, London aussehen.

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